Hallo, ich bin dreifach Mama.das mittlere Kind hat einen Hirntumor, der kleine ist gesund und mein 14 jähriger macht uns Sorgen. Autist, ADHS, diverse Störungen in der Entwicklung.
Mittelschule 8. Klasse. Schule gut aber gemobbt. Von seinem ehemaligen besten Freund. Wir Eltern müssten diese Freundschaft damals in der 4.klasse unterbinden da es kriminell wurde. Der mobbt ihn jetzt. Schule sagt ihnen sind die Hände gebunden. Aktuell neuer Punkt. Er sagt er ist Laura. Tragt Klamotten der Schwester und Mama. Klaut Klamotten. Hat im Internet diese Identität. Provoziert indem er fragt magst du deinen grossen Bruder oder grosse Schwester Laura (also ihn) lieber. Er hat Pflegegrad drei da er null Körper Hygiene betreibt. Keine Freunde. Er sagt als Laura wären seine Probleme weg... Die Psychiaterin meint locker sehen
Ist eine Phase und vergeht. Ich selber habe hier wenig Toleranz weil es mit allen Kids einfach zuviel an sorgen wird. Was meint ihr ? Bitte keine Beleidigung und Verletzung. LG Dani
Guten Morgen Dani,
wie ich aus Ihrer Antwort lese, geht es Ihnen um soziale Toleranz und das Bedürfnis, verstanden und angenommen zu werden. Das glaube ich Ihnen. Auch Laura geht es gerade vermutlich ähnlich. Das Gefühl einzigartig, aber möglicherweise einsam und isoliert zu sein, deutet auf die Suche nach sich selbst und der Zugehörigkeit. Sie begleiten Laura dabei und es ist nicht leicht. Keine Frage!
Was brauchen Sie hier im Forum, in Ihrem Ort, in Ihrer Familie, Ihrem Freundeskreis und Ihrer Nachbarschaft, um mehr Akzeptanz und Entlastung zu spüren? Wer kann mit Ihrem Sohn/Ihrer Tochter Laura und von wem nimmt Laura was an?
Wie sieht es der Vater? Haben Sie mit drei Kindern Unterstützung des Vaters?
Viele stärkende Grüsse aus dem Elternforum versendet Ihnen
bke-Kira-Morgenthal
Wir haben es versucht mit Gesprächen. Er wirkt provokant. Zeichnet überall Laura hin. Pink und hello Kitty. Parallel hört er rechtsextreme musik.ich habe mit der Ärztin. Gesprochen. Sagt das gleiche wie Sie. Das Autismus-Netzwerk weiß keinen Rat. Wir leben ländlich. Wenn das so käme da fehlt hier auch im sozialen die toleranz. Danke fürs reden.
Hallo Dani0779,
herzlich Willkommen im Elternforum der bke-Onlineberatungsstelle.
Mein Name ist bke-Fritzi-Falk. Ich bin Diplom-Pädagogin und gehöre zum Moderator*innenteam.
Ich freue mich, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben und uns Ihr Vertrauen entgegenbringen.
Ihre Schilderungen klingen nach einem großen, herausfordernden Paket. Mit einem kranken Kind, einem pubertierenden, neurodivergenten Jugendlichen und einem dritten Klein(?)kind, welches glücklicherweise gesund ist, aber auch seine eigenen Bedürfnisse hat.
Sie schildern, dass ihr 14-jähriger Sohn sich neuerdings als Mädchen identifiziert und die Kleidung seiner Schwester trägt, was für zusätzliche Verwirrung sorgt.
Es ist verständlich, dass Sie angesichts der Gesamtsituation an Ihre Grenzen kommen und die Toleranz für die nächsten Anforderungen an Sie schwindet. Die Sorgen werden irgendwann zu groß.
Ich möchte Ihnen Mut machen. Es ist völlig normaltypisch, dass Kinder und Jugendlichen in verschiedenen Phasen ihres Lebens mit ihrer Identität experimentieren. Die Identitätsfindung ist ein wichtiger Bestandteil des Heranwachsens.
Geben Sie ihm einen sicheren Raum, in dem er offen über seine Gefühle und Gedanken sprechen kann. Versuchen Sie, neugierig zu sein und ihm zuzuhören.
Unabhängig von seiner Identität ist doch das Wichtigste, dass er geliebt und akzeptiert wird, so wie er ist.
Welche Möglichkeiten sehen Sie, ihn in seiner Findungsphase zu unterstützen? Wie könnten Sie seine Erfahrungen nutzen, um ihm zu zeigen, dass es in Ordnung ist, anders zu sein?
Ich freue mich, wenn Sie sich wieder melden.
Welche Erfahrungswerte gibt es dazu hier im Elternforum? Was meinen Sie kann unterstützen / erleichtern?
Viele Grüße.
bke-Fritzi-Falk